Aktien – wohin wird die Reise gehen?

Aktien – wohin wird die Reise gehen?

Aktien – wohin wird die Reise gehen?

Die Verunsicherung ist groß – gerade in Bezug auf die neuesten beunruhigenden Nachrichten, was die Altersversorgung der Deutschen in der Zukunft angeht. Zeit, nach rechts und links zu schauen, was Geldanalgen angeht …

Sparen ist … tot
Minimalstzinsen, Geldentwertung durch Inflation – die Blütezeiten des typischen deutschen Sparens ist vorbei. Neue Konzepte müssen her. Da wird das Thema Aktienhandel umso interessanter. Wenn es auch immer noch stark mit der Angst vor Risiken verbunden ist.

„Max Mustermann“
Was hat es denn nun damit auf sich? Wie funktioniert das eigentlich? Und  – worauf muss ich als Normalo achten? Welcher Fehler gilt es zu vermeiden? Welche Chancen verbergen sich dahinter?
Was unterscheidet den gerissenen Privatinvestor vom planlosen Kleinanleger? Nicht viel … Eine durchdachte Strategie, an die er sich hält. Man muss eine gewisse Durststrecke überstehen können, sich nicht gleich verrückt machen lassen und … nicht seine Altersvorsorge, vorausgesetzt, man hat eine, verzocken. Dann kann man – zumindest theoretisch – mit Aktien Geld verdienen. Setzt der Inflation, den mickrigen Sparzinsen und dem Immobilienboom, der inzwischen stellenweise Gefahr läuft, eine Blase zu werden, etwas entgegen. Verschiedene Anlegertypen handeln unterschiedlich. Wer auf relativ sichere Anlagen setzt und einen langen Atem hat, wenn es drauf ankommt – dem gehört angeblich die Zukunft.
Wie bei jeder Geldanlage sind mind. fünf Punkte zu berücksichtigen: Alter, Temperament, Beschäftigungsstatus, Vermögen und Fähigkeiten/ Motivation. Ich persönlich würde noch sechstens, Interesse, dazusetzen.

Eine Aktie ist ein Teil von etwas, ein Sachwert. Der Teil einer Firma – Sie profitieren im besten Fall von einer wirtschaftlichen Wertschöpfung

Und was sind Derivate? Nun im Prinzip „Wettschein“, nicht mehr und nicht weniger – man setzt auf Kursentwicklung einer echten Sachanlage.

Basics
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis zeigt an, wieviel mal höher der Kurs einer Aktie ist als der auf dieses eine Papier entfallende Jahresgewinn ist. Beim Wert 11 müsste das Unternehmer also elf Jahren unter den gleichen Bedingungen arbeiten, um seinen aktuellen Preis zu erwirtschaften.
Dividieren Sie nun 100 durch diesen Wert, erfahren Sie die durchschnittliche Gewinnrendite dieses Unternehmens. Davon wiederum schütten Aktienunternehmen in der Regel etwa 40 bis 45 Prozent aus, sprich das ist dann die Dividende.

Das, was man rauskriegt, muss natürlich wiederum versteuert werden. Vom Gewinn geht gleich ca. ein Viertel, vielleicht bald mehr, als Abgeltungssteuer weg.

Was soll ich kaufen?
Ohne das Orakel von Delphi zu sein: Solide Papiere – etwa 5-10 Positionen bieten vermutlich langfristig die größte Sicherheit. Anderseits: Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wonach man schaut – regional sortiert, deutsche / europäische oder internationale Unternehmen – ob nach Branchen oder Werten (Nachhaltigkeit, etc.) ist völlig offen. Richtig oder falsch gibt es nicht. letztendlich entscheidet zum Schluss nur der Markt. Und manchmal nicht einmal, ob ein Unternehmen wirklich gut/ wirtschaftlich agiert oder die Anleger das eben nur glauben. Fakt ist aber auch: Früher oder später platzt jede Blase – ob über- oder unterbewertet.
Wertbeständige Aktiengesellschaften- mit vielversprechender Vergangenheit und guten Aussichten überstehen in der Regel aber auch kurzfristige Marktschwächen.

Dividende ist nicht alles
Vertrauenserweckend scheint ein Unternehmen, das 30-60 % seines Gewinns – nach Steuern an die Aktionäre ausschüttet. Den Rest aber wieder gut investiert. Die meisten Dividenden werden jährlich ausgeschüttet. Bei US-Aktien hat sich eine quartalsweise Ausschüttung durchgesetzt.
Und die Mindestgröße? Ein kleines Depot mit 10.000 EUR / pro Einzelwert ca. 2500 EUR ist ein ganz guter Richtwert. Schließlich gibt es ja auch Kosten dabei zu bestreiten.
(Hochzinsanleihen locken mit hohen Zinsen; Totalverluste sind selten, dennoch ist es eine hochspekulative Angelegenheit.)
Und sonst? Schauen Sie sich Trends und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen an. Was bewegt die Welt, auch in sozialen, Gesundheits- und sonstigen Bereichen? Zeitnahe Branchentrends werden da schon etwas konkreter. Prüfen Sie aber genau, woher Sie Informationen beziehen.

Fazit: Abstand nehmen von „Geheimtipps“ und auch wenn Sie, wie zur Zeit bei den VW Aktien, fast täglich die Relation – Tagespresse/ Nachrichten und Kursentwicklung verfolgen können, gibt es doch eine Menge zwischen Himmel und Himbeereis, die normalsterbliche Anleger nicht wissen, jedenfalls nicht, bevor es auch die Börse weiß. Also Vorsicht vor gut gemeinten Ratschlägen und „bombensicheren Anlagetipps“.

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