Nachhaltige Geldanlagen schneiden nicht schlechter ab als herkömmliche – im Gegenteil

Nachhaltige Geldanlagen schneiden nicht schlechter ab als herkömmliche – im Gegenteil

Nachhaltige Geldanlagen schneiden nicht schlechter ab als herkömmliche – im Gegenteil

Es ist eine leichte positive Tendenz gegenüber herkömmlichen Anlagen zu verzeichnen, vor allem auf lange Sicht.

In Zeiten niedriger Zinsen suchen Anleger nach renditestarken Anlagemöglichkeiten, doch das Investment in Rohstoffe oder eben der Ausschluss dieser Anlagen – ist auch eine Frage der Verantwortung – gehen sie doch mit einem Großteil an problematischen Aspekten einher.
Ob Öl-, Gas- Kohle- oder Metallförderung, nicht selten sind Korruption, fehlende Arbeitsrechte und –sicherheiten sowie Umweltschäden mit von der Partie. Ohne, dass der Anleger es weiß – oder er blendet es eben aus. Manche Anleger, wie Kirchen- oder Nachhaltigkeitsbanken lehnen Rohstoffinvestitionen gänzlich ab.

Wahlmöglichkeiten

Wie auch beim Einkauf ist der Anleger in der Position, frei zu wählen. Er kann entscheiden, was er unterstützt. Kritische Aktionäre informieren sich und wägen genau ab, was sie wann worin investieren. Schließlich ist Geld auch Macht.
Und das beste dabei: Wem Menschenrechte wichtiger sind als schnelle Rendite, kann langfristig trotzdem Geld verdienen. Denn einigen Studien zufolge sind die nachhaltigen Geldanlagen keineswegs schlechter, was das Renditepotenzial angeht. Nach mehr als 30 Jahren Erfahrung heißt das Ergebnis: Man kann damit genauso viel und sicher Geld verdienen wie mit konventionellen Anlagen. Sogar schließen risikobewusstere Anleger mehr Risiken im Vorfeld aus. Dies hat eine Studie 2013 der Steinbeis-Hochschule ergeben. Gerade für Kleinanleger muss das Rendite-Risiko-Verhältnis stimmen. Auch die Universität Kassel kam 2014 zu dem Ergebnis, dass sich das Rendite-Risiko-Profil bei nachhaltigen Geldanlagen leicht positiv auswirkt – gegenüber traditionellen.

 

Und, verpasse ich nicht Chancen, wenn ich Gebiete als Invest-Möglichkeit gänzlich ausschließe?

Das nämlich ist das Argument vieler Finanzberater. Doch durch die Beschränkung des Anlagehorizontes verringern sich nicht nur Potenziale sondern eben auch Risiken, was unterm Strich wiederum statistisch ein besseres Rendite-Risiko-Profil stehen lässt.
Fakt ist: Die meisten Nachhaltigkeitsfonds waren 2008 nicht in die Konkurs gegangenen Lehmann Brothers oder etwas BP investiert. Die Wertverluste fielen deutlich niedriger aus, als die bei vielen Anlegern, die ihr Geld in Herkömmliches gesteckt hatten. Vorausschauende Analysen und das Vermeiden von Protesten (Indem es gar nicht erst nötig wird), Produktrückrufen oder Kundenboykotten sind das A und O im nachhaltigen Invest. (Oder sollten es jedenfalls sein.)

Ist das etwas für mich?

Ganz ehrlich: Es bedarf Ausdauer und Zeit, in diese Dinge zu investieren. Nachhaltiges Wirtschaften funktioniert nicht von heute auf morgen, bzw. zahlt sich wirtschaftlich aus. Umwelt, Soziales und Governance ist maßgeblich für das Abschätzen der Möglichkeiten einer Anlage. Die Harvard Business School (Analyse über 18 Jahre) kommt zu dem Schluss, dass stark auf Nachhaltigkeit setzende Unternehmen nach drei Jahren eine finanzielle Prämie erzielen; in den drauf folgenden Jahren wachsend. In 18 Jahren wurden hierbei aus einem Dollar über 22 statt nur 15 Dollar.

Fazit: Wer ein kleines bisschen Geduld aufbringen kann, fährt gut damit, guten Gewissens sein Geld anzulegen.

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