Negativzinsen für Spareinlagen?!

Negativzinsen für Spareinlagen?!

Die erste Bank hat ein Tabu gebrochen

Die erste Bank in Deutschland – in Thüringen – erhebt nun „Negativzinsen“. Wer dort spart, wird bestraft … Ob das die Konjunktur ankurbeln soll? Dazu aufrufen, gerade jetzt das Weihnachtsgeschäft mit weiteren Ausgaben zu „unterstützen“? Und dadurch Geld unter die Leute zu bringen, Spar-Parker einzuschüchtern?
Nein, dahinter steckt etwas anderes. Strafzinsen für Sparguthaben rühren daher, dass Privatkunden nur eine bestimmte Summe auf dem Konto der Bank parken soll. Mehr ist nicht erwünscht.

Die Bundesbank zeigt sich besorgt über die Einführung von  Strafzinsen auf private Sparguthaben. Aber was bedeutet das für die Zukunft? Wird es andere Banken daran hindern, diese zu erheben? Wie werden Verbraucher reagieren? Außer, dass sich der Verbrauchschutz empört zeigt …?

Die Skatbank statuiert ein Exempel am Privatmann: Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank hat, hat dafür eine Strafgebühr von 0,25 Prozent zu zahlen. Nun hat die Mehrheit der Deutschen ohnehin keine halbe Million auf dem Tagesgeldkonto liegen, aber wenn das Prinzip Schule macht, sind die Tage der Sparbücher zur Geburt etc. gezählt. Warum ist das so? Stichwort Einlagensicherung: Wer Geld auf ein Sparkonto in Deutschland bringt, ist gleich mehrfach geschützt. Die europäische Einlagensicherung garantiert überall in Europa Sparguthaben bis 100.000 Euro (bei Privatleuten).

Strafzinsen – bald Normalität?

Die Deutsche Bank meint sogar, Strafzinsen wären bald normal, doch das Lieblingsanlegeverhalten der Deutschen abzustrafen, wenn das bald gang und gäbe ist, wär das ein Disaster – vor allem für jüngere Generationen. Denn wie sollen sie sparen, Geld zurücklegen, in einer Zeit, in der Rente schon nicht mehr viel wert ist; was ist noch sicher? Oder überhaupt möglich?Die Sparkassen haben verlauten lassen, dass sie sich in Zukunft keine Netagivzinsen für Sparer vorstellen können. (Das wär ja auch mehr als merkwürdig; wie schond er Name sagt … „SPARKASSEN“.) Dennoch, verunsicherte Anleger bleiben zurück und niemand weiß, wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Der Verbraucher soll zurücklegen, vorsorgen, wie ein Eichhörnchen sammeln, um in schlechten Zeiten gewappnet zu sein, aber wie denn bitteschön? Und die Alternativen? Doch Gold kaufen, unter der Matratze Geldbündel horten? Dann zahlt man wenigstens nicht noch drauf – vom Inflationsverlust mal abgesehen … Nein, es gibt genug andere Banken, wo das Prinzip sparen nach wie vor „belohnt“ wird. Auch wenn die Zinserträge nach wie vor nicht rosig aussehen, zugegeben.

Eventuell drohen sogar Zinsen für anderweitige Einlagen bei der Bank. 2015? Mal schauen.

PS. Firmenkunden müssen übrigens schon länger zahlen …

Aktuell ist auch die Commerzbank nachgezogen. Allerdings nicht bei Privatkunden – bislang …