Was ist eigentlich … MARKETING?

Was ist eigentlich … MARKETING?

Was ist eigentlich … MARKETING?

Allgemeines / Historisches

Alles dreht sich nur eines. Ganz gleich wie man den Begriff „Marketing“ genau definieren mag: Der Markt steht im Mittelpunkt.
Immer. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Bedürfnisse des Marktes zu befriedigen, Marktanteile zu erhöhen oder den
Markt zu beeinflussen. Traditionell wird der Markt von den beiden Parametern Nachfrage und Angebot reguliert. Herrschte z. B. in den Jahren nach dem zweiten Weltweltkrieg in der BRD ein vor allem von der Nachfrage dominierter Markt vor – aufgrund der zerstörten
Infrastruktur war die Nachfrage deutlich größer als das Angebot an Gütern (Nachfrage > Angebot) – wandelt sich das Bild in der
Zeit des „deutschen Wirtschaftswunders“ in den 50er und 60er Jahren: Zunehmend wird das Angebot größer und überflügelt
schließlich die Größe der Nachfrage (Nachfrage < Angebot). Wurden die Produkte in der Nachkriegszeit den Anbietern quasi
„aus den Händen gerissen“ müssen die Verkäufer nun um die Käufer werben bzw. künstlich neue Bedürfnisse schaffen.

Merke
Der Markt kann nur eine bestimmte Menge an Waren (Sättigungsgrenze) aufnehmen. Der mögliche Absatz (potentielle Nutzer – Umschlaghäufigkeit – Produktpreis) bis zu diesem Punkt ist das Marktpotential (absolute Aufnahmefähigkeit des Marktes).

Definition Marktpotential

Mit neuen Produkten in neuen Märkten (Diversifikation) versuchen viele Hersteller „alles und jeden“ zu bedienen – in manchen Branchen gelingt dieses Cross-Selling sehr gut (Brötchen und Blumen an Tankstellen; Tischdecken und Strickjacken beim Kaffeeanbieter).
In einigen Fällen aber „verzettelt“ man sich; daher geht der aktuelle Trend zu noch mehr Relevanz in der Angebotsgestaltung.
Manche Anbieter reduzieren und verknappen ihr Angebot sogar bewusst, um durch Spezifikation und Profilgewinnung statt durch ein „alles-Anbieter“-Image zu bestehen. Die Erstellung, das Umsetzen und erfolgskontrollierende Analysieren im Anschluss an Aktionen machen beim Marketing ein strategisches Vorgehen nötig. Bei der Marketingstrategie spielen nun verschiedene Aspekte wie Marktsegmente, Produktlebenszyklen und Zielgruppenbedürfnisse eine grundlegende Rolle.
Doch beim Marketing geht es nicht allein um Werbekampagnen; der „Marketingmix“ (s. ff.) beschreibt eine Symbiose aus Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik.

Generell gilt, „die eierlegende Wollmilchsau“ zu kommunizieren,
sprich dem Kunden das
›› qualitativ beste
›› preiswerteste
›› und überall erhältliche
Produkt anbieten zu können, wobei Ausnahmen wie spezielle Hochpreis- oder Verknappungs-Strategien Ausnahmen sind, die die Regel bestätigen. (In einigen Fällen wird das angestrebte Ziel der flächen- und zeitdeckenden Verfügbarkeit eines Produktes umgekehrt; manche Produkte werden erst dadurch interessant, dass sie nicht überall, und „für jeden“ erhältlich sind. Eine künstliche Verknappung oder bestimmte Hürden bei der Beschaffung verleihen dem Produkt eine Aura von Exklusivität und suggerieren dem Käuferkreis ein elitäres Zugehörigkeitsgefühl. Eine Art, die aus dem Produkt sogleich ein Kunstobjekt machen, sind zum Beispiel limitierte Auflagen.)

(Auszug aus GRUNDLAGEN DES MARKETING Barbara Schilling)

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