Wie finde ich den richtigen FINANZberater?

Wie finde ich den richtigen FINANZberater?

„Wie finde ich den richtigen Finanzberater“ ist eine der wichtigsten Fragen, schließlich vertraut man ihm eine Menge an. Denn Geld ist immer auch ein Stück Freiheit. Zudem möchte man nicht an langfristige Verträge gebunden sein, wenn doch einmal das böse Erwachen kommt – Scheidung, Jobverlust, Fehlberatung, Krankheit …

Augen und Ohren auf

Augen und Ohren auf beim Thema BeraterIn. Auch wenn niemand hellsehen kann, kann und muss ein seriöser Finanzberater doch das beste für den Klienten herausholen. Sprich, er sollte zuhören, hinterfragen und genau erörtern, welches Produkt das passendste für seinen Kunden sein könnte. Er sollte alle Details wissen, bevor er irgendetwas empfiehlt. Er muss die Fakten kenne, aber auch Vorlieben und Pläne, natürlich ebenso Eventualitäten mitberücksichtigen.

Ganz klar, ein Berater lebt von seinen Provisionen. Er macht das nicht aus reiner Nächstenliebe. Umso wichtiger, dass er persönlich von seinen Empfehlungen überzeugt ist, denn langfristig kann nur ein Berater bestehen, der es nicht mit seinen Kunden verscherzt, auch wenn manche Fehlentscheidungen erst nach Jahren oder Jahrzehnten sichtbar werden, wenn das Vermögen „schon längst in den Brunnen gefallen ist“. Gerade für Laien ist die Börsenwelt unübersichtlich. Angesichts der großen Auswahl suchen viele Anleger einen vermeintlich sachkundigen Finanzberater auf. Leider wimmelt es von schwarzen Schafen in der Branche. Wie kann man – mithilfe gesunden Menschenverstandes und eines gewissen Grundmisstrauens seriöse von und unseriösen unterscheiden? Bei welchen Angeboten sollte man Vorsicht walten lassen?

Lockende Angebote

Logisch, ist ein Angebot zu schön um wahr zu sein, heißt die goldene Regel: Finger von lassen! Wer nicht weiß, was er kriegt, kauft nicht nur die Katze im Sack, sondern hat auch gute Chancen, daneben zu greifen. Ist das Angebot, das traumhafte Zinserträge bei vermeintlich hoher Sicherheit, auch noch an ein Ultimatum gebunden – bis dann und dann müssen Sie sich entscheiden – gilt: Abstand halten, tief durchatmen, und das Angebot in Ruhe auf Herz und Nieren überprüfen.

Doch viele Anleger vertrauen blindlinks dubiosen Beratern, die ihren Namen nicht verdienen. Das magische Dreieck aus Sicherheit, Liquidität und Rendite ist nicht auszutricksen, von keiner Vermögensanlage der Welt. Sie müssen entscheiden, was Ihnen am wichtigsten ist: Eine hohe Rendite bei hohem Risiko? Flexibel an ihr Geld zu gelangen bei gleichzeitiger Sicherheit? An einer Stelle müssen immer Abstriche gemacht werden. Wer das schon einmal beherzigt, und seinen Verstand angesichts versprochenen Reichtums nicht komplett ausschaltet, ist schon mal auf der sicheren Seite. Aber wie nun adäquate Unterstützung finden?

Bankberater oder unabhängige Berater?

Eine Möglichkeit ist, sich einen Berater von der Hausbank zu suchen. Oder von einer anderen interessanten Bank. Die andere besteht darin sich einen unabhängigen Berater zu suchen. Er ist keinem Finanzinstitut verpflichtet, inoffiziell haben sie allerdings oft schon ihre Vorlieben oder Verbindungen – ganz klar. Aber theoretisch kann er ganz frei entscheiden, was er seinem Kunden empfiehlt. Und das macht Sinn; er kann tagesabhängig neu wählen, kann sich auf (seine) Erfahrungen stützen und von den verschiedensten Anlageformen profitieren. Er kann frei agieren. Er Anleger profitiert im besten Fall von dieser Flexibilität bestmöglich. Er agiert insofern unabhängig, dass er auch Versicherungen und Kredite, ja alles heraussuchen und kalkulieren kann. Natürlich kann nicht alles wissen. Das ist schlicht unmöglich und auch die komplexen, sicht zum Teil stündlich ändernden Produkte sind zu umfangreich, um sie umfassend studieren zu können. Im allgemeinen kennt ein guter Finanzberater alle klassischen Möglichkeiten der Anlage und Absicherung – und darüber hinaus noch weitere, die in Laufzeit und oder Zinserträgen bzw. Gesamtkonzept moderner sind. Innovation ist ein Baustein der Beratung, Lebenssituation, Sicherheit und Rendite aber die wichtigeren. Zumindest wenn man dem folgt, was die Allgemeinheit wünscht …

Einige vertreten die Meinung, dass ein unabhängiger Finanzberater seine Dienstleistung gegen ein Honorar in einer Honorarberatung und als Handelsvertreter anbietet – also nicht vorrangig durch Provisionen sein Geld verdient. Nur er würde wirklich frei entscheiden. (Abhängige Finanzberater treten als Makler für bestimmte Firmen als Einfirmenagenten oder Mehrfachagenten auf.)

Wenn Zweifel an der Unabhängigkeit des Finanzberaters bestehen: Fragen, welche Provisionen der Berater für welche Abschlüsse erhält, die man bei ihm tätigt. Hier wird meist sehr schnell deutlich, ob ein Finanzberater nur nach außen unabhängig ist. Denn: auch viele abhängige Finanzberater verlangen trotzdem noch ein Honorar.

Eine gewisse Problematik birgt die Berufsbezeichnung an sich, denn sie ist nicht geschützt: Finanzberater kann sich jeder nennen. Gewisse Zulassungen sagen nichts bis wenig über die Unabhängigkeit über die Qualifikation aus.

Wer unsicher ist: Fragen Sie Bestandskunden oder ehemalige Kunden, wie zufrieden sie waren oder sind. Stimmen dazu auch noch das Bauchgefühl und der gesunde Menschenverstand tut sein übriges – ist das bereits eine gute Basis. Ansonsten gilt die Faustregel: Immer eine Nacht drüber schlafen, bevor man etwas unterschreibt. Und gern, wie bei jeder wichtigen medizinischen Diagnose auch, eine zweite Meinung einholen.

Gesunder Menschenverstand

An erster Stelle aber steht die eigene (finanzielle) Situation zu klären. Sich ein paar Gedanken, gern auch im Gespräch mit Partner / Freunden oder einem anderen Vertrauten, hilft dabei, sich bereits im Vorfeld über einiges klar zu werden. Und wer schon eine vage Ahnung, was er will bzw. auch, was er muss, ist auch weniger anfällig für zwar verlockende, aber eventuell gänzlich unpassende Angebote. Bestehen bereits Anlagen? Läuft ein Kredit, der zurückgezahlt werden muss? Welche Anlageziele bestehen – und werden die Risiken und Chancen von verschiedenen Anlageformen deutlich gemacht? Was ist mir wichtig bezüglich Laufzeit, Flexibilität, Sicherheit und Zinsen?

Einen guten Berater erkennt man daran, dass dieser viele Fragen stellt. Und daran, dass man nachher weiß, ob man ein bestimmtes Risiko eingehen will … und kann. Nicht jeder ist z. B. in der Lage, in renditestarke Wertpapiere zu investieren, auf die es häufig hohe Provisionen für den Finanzberater gibt.

Welche Erfarhungen haben Sie mit Finanzberatern – und haben Sie weitere Tipps für die Qual der Wahl? Schreibe Sie uns einen Kommentar!

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