Wirtschaftsauskunftei — was bedeutet das?

Wirtschaftsauskunftei — was bedeutet das?

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Kein faules Ei dabei …? Gerade im Business ist man gut beraten, wenn man weiß, mit wem (oder mit wem eben nicht) man es zu tun hat. Große Versprechungen bei kleinem Budget sind leider im Alltagsgeschäft häufig die Regel. Da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Aber eben nicht immer hat derjenige auch das Zeug, sprich das nötige Kleingeld dazu. Werden erst einmal Deals gemacht, Verträge geschlossen und Entscheidungen gefällt, ist ein böses Erwachen im besten Fall „nur“ sehr ärgerlich und arbeitsintensiv, im schlimmsten Fall jedoch existenzbedrohend.

Die Wirtschaftsauskunftei

Eine Wirtschaftsauskunftei wie zum Beispiel webvalid ermittelt, sondiert und bereitet wirtschaftsrelevante Daten über Privatpersonen und Unternehmen für Geschäftspartner auf.
Will man wissen, wen man sich da ins Boot holt, forscht man nach – besser vorher als hinterher. Wir kennen das alle. Die Schufa-Auskunft ist das bekannteste Beispiel, das Stöbern auf sogenannten „black lists“ vielleicht das weniger offizielle Vorgehen. So der so, das Wichtigste bei der Informationsbeschaffung, -auswertung und –nutzung ist das eigentliche Informationsmaterial; es muss umfassend und aktuell sein. Sonst kann man genauso gut eine Münze werfen.

Nicht jeder kann das tun

Nicht jeder kann das tun. Und auch nicht jeder anfordern. Wirtschaftsauskünfte werden nur an Firmen – im Rahmen einer Bonitätsprüfung – erteilt. Und auch nur dann, wenn gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz ein berechtigtes Interesse überzeugend vermittelt werden kann. Andernfalls erhält man keinerlei Auskunft. Dieses Interesse ist in der Regel dann gegeben, wenn sich Geschäftsanbahnungen abzeichnen, sowie bei Forderungseinzügen und sämtlichen Arten von Kauf-, Miet- und Leasingsvertragsabschlüssen. Datenschutzbeauftragte unterstützen die Wirtschaftsauskunfteien – ach bezüglich der Einhaltung der vorgeschriebenen Reglementierungen.

Woher aber kommen die Informationen?

Die Anbieter sind berechtigt sich ihre Auskünfte zum Einen durch die Selbstbefragung von Unternehmen und Personen zu holen, zum Anderen bei (halb)amtlichen Institutionen, sowie „normale“ Adressbücher, die eigene Website, Veröffentlichungen aller Art, zum Beispiel über Insolvenzen, Vergleiche oder Gründungen. Auch im Handelsregister oder bei der Recherche im Umkreis wird man fündig; bei Geschäftspartnern, ja sogar Nachbarn. Datenpools spielen ebenso eine Rolle; dort ist nachzusehen, wie es um die Zahlungsmoral der Betroffenen steht, etwa durch Inkassobüro-Interventionen.

Zum Beispiel von Interesse:

  • Branchenschlüssel (gemäß statistischem Bundesamt)
    Niederlassungen / Betriebsstätten
  • Unternehmensgründung / -partner
  • Unternehmensentwicklung
  • auch „periphere“ Aspekte, etwa anhand von Bonitätsindizes
  •  negative „Schlagzeilen“: Haft, Inkasso-Verfahren
  • bei Immobilien: Art und Wert (Lage) der Immobilie, Besitzverhältnis / Grundbucheintrag
  • Bankverbindungen – Kreditinstitut, Konten
  • Bei Privatpersonen: Die Finanzlage allgemein, Familienstand, Arbeitsverhältnis, Privatinsolvenz, Mietschulden, Straffälligkeiten, etc.

Aber Vorischt, all das kann zwar sehr wertvoll sein, ist aber keine Alternative auch zum „Bauchgefühl“ eingefleischter Geschäftsleute, die auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken können. bezwihunsgweise auf Profis, die umfassend und nicht nur analytisch, sondern auch zukunftsbreücksichtigend vorgehen: Anders als bei Ratingagenturen liefern die Wirtschaftsauskunfteien keine fertigen Gesamtanalysen – und sprechen sich meist von jeder Haftung bezüglich der Informationen frei. Nichtsdestotrotz ist man am Ende ein Ganzes Stück schlauer. Selbstverständlich geht das Ganze heutzutage auch online, sprich „Online Wirtschaftsauskünfte“ sind gängige Praxis.

Na dann; auf gute Geschäfte.

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